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Auswirkungen des neuen EU‑Systems „CATCH“ auf Validierungen und Lieferketten

Seit dem 10. Januar 2026 gilt in der Europäischen Union ein neues, vollständig digitales Zertifizierungssystem für Fischereiprodukte: CATCH. Dieses System ist nun der einzige rechtlich zulässige Weg zur digitalen Einreichung und Validierung von Fangzertifikaten für Importe in die EU. Ziel ist die Bekämpfung illegaler, ungemeldeter und unregulierter Fischerei (IUU) sowie eine durchgängig transparente Rückverfolgbarkeit.

Derzeitige Probleme und Verzögerungen

In den vergangenen Tagen kam es zu einer signifikanten Häufung von technischen Störungen, insbesondere in Belgien und an anderen EU‑Häfen.
Die Probleme reichen von Validierungsfehlern über nicht funktionierende Datenabgleiche bis hin zu Systemausfällen, die zu Rückstaus an mehreren europäischen Häfen geführt haben.
Einige Behörden – darunter auch die flämischen Fischereibehörden – berichten derzeit von massiven Verzögerungen bei der Bearbeitung von Fangzertifikaten. Viele Anträge können wegen technischer Probleme im System nicht oder nur eingeschränkt bearbeitet werden. 

Für Importeure bedeutet dies:

  • Nachbearbeitungen („Amendments“) im System können teilweise nicht fristgerecht vorgenommen werden.
  • Priorisiert werden aktuell neue Anträge, um Systemfehler systematisch zu dokumentieren.
  • Es kommt zu Verzögerungen bei der Validierung, wodurch Lieferketten temporär gestört sind.

Hintergrund: Die neue EU‑Regulierung

Das digitale System CATCH basiert auf der aktualisierten Fassung der EU‑IUU‑Regulierung; wesentliche Änderungen traten am 10. Januar 2026 in Kraft.
Dabei wurden zusätzliche Datenfelder und verschärfte Anforderungen eingeführt, etwa:

  • Angaben zum verwendeten Fanggerät
  • erweiterte Fanggebietsinformationen
  • verpflichtende digitale Übermittlung über CATCH
  • vereinheitlichte Dokumente für alle EU‑Mitgliedstaaten

Der Übergang von Papierdokumenten zu einem vollständig digitalen Importkontrollsystem war ein zentraler Bestandteil der Reform.
Das Ziel der EU ist insbesondere:

  • höhere Datenqualität
  • verbesserte Rückverfolgbarkeit
  • Verringerung von IUU-Fischerei
  • Echtzeit‑Übermittlung zwischen Importeur, Behörden und EU‑Systemen

Aktuelle Auswirkungen für die Lieferketten

Die EU‑weite Einführung des Systems hat jedoch zu erheblichen Anfangsschwierigkeiten geführt. Insbesondere:

  • Blockaden an großen Häfen (z. B. Rotterdam), weil digitale Zertifikate nicht verarbeitet werden können.
  • Lieferverzögerungen und Verderb bei frischer Ware.
  • Zusätzlicher Aufwand für Exporteure und Behörden bei der Fehlerdokumentation. 

Auch unsere tägliche operative Erfahrung zeigt, dass Validierungen in manchen Fällen nicht mehr innerhalb derselben Woche stattfinden können, wenn Korrekturen im System erforderlich sind.

Was bedeutet das für unsere Kunden?

Wir beobachten die Lage laufend und stehen im direkten Austausch mit europäischen Behörden.
Für unsere Kunden bedeutet dies:

  • Planen Sie derzeit mehr Zeit ein, besonders bei Waren, die einer veterinär- oder fischereibehördlichen Kontrolle unterliegen.
  • Prüfen Sie Catch Certificates frühzeitig, um Korrekturen rechtzeitig anzustoßen.
  • Wir informieren Sie sofort, sobald sich die Situation stabilisiert oder offizielle Maßnahmen veröffentlicht werden.

Wichtige EU‑Quellen und weiterführende Links

Offizielle Informationen der EU

Aktuelle Berichte zu Störungen

Regulierung & Rechtliches

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